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Argentinien - Austausch

Erfahrungsbericht zweier Teilnehmerinnen am Austausch mit Argentinien

Jedes Jahr haben Schüler*innen am Ende der zehnten Klasse die Möglichkeit im Rahmen eines Austauschprogramms einen dreimonatigen Aufenthalt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zu genießen. Dabei zieht es die Schüler*innen an die private deutsche Auslandsschule „Pestalozzi“ im Stadtteil Belgrano.
Die argentinischen Schüler erhalten hier z. B. Biologie- und Geschichtsunterricht auf Deutsch und erlangen nach zwölf Schuljahren ihr IB-Diplom (International Baccalaureate Diploma). Die Schule ist für ihren guten Ruf und ihr langjähriges Austauschprojekt bekannt und somit spezialisiert, weshalb auch unsere Schule und die dort lernenden Schüler*innen bereits nach etwa fünf Jahren viele positive Erfahrungen mit diesem Austausch sammeln konnte.
An unserer Schule dient hierbei die Fachbereichsleiterin des Fachbereichs Spanisch als Ansprechpartnerin und Vermittlerin zwischen den deutschen und argentinischen Schüler*innen. Sie steht im direkten Kontakt zur Koordinatorin in Argentinien und kann sowohl bei Schwierigkeiten in der Organisation als auch bei Verständnisproblemen helfen (sehr gute Kommunikation per Email möglich). Frau Anders ist sehr engagiert den Austausch für die deutschen Schüler*innen erfolgreich und möglichst reibungslos zu gestalten.
Beginnen tut der Austausch meist mit einem dreimonatigen Besuch der/ des argentinischen Austauschpartnerin/ Austauschpartners von Dezember bis Februar, in den argentinischen Sommerferien. Da die argentinischen Schüler*innen zu diesem Zeitpunkt die zehnte Klasse abgeschlossen haben, gehen die deutschen Schüler*innen, die an diesem Austausch teilnehmen, optimaler Weise ebenfalls in die zehnte Klasse.
Auf Grund des vorherigen Kontakts über Email oder andere Nachrichtendienste mit der/ dem Gastschülerin/ Gastschüler fällt das Ankommen der Argentinier*innen in Deutschland leichter als meist gedacht. Durch die freundliche, offene und extrovertierte Art der Argentinier*innen und ihren guten Deutschkenntnissen klappt die Kommunikation meist sehr gut.
Nach dem Abschied folgt ein dreimonatiger Gegenbesuch in einem von sich selbst gewähltem Zeitraum, dabei empfehlen wir so früh wie möglich nach dem Besuch der Argentinier*innen zu fahren (März/April bis Mai/Juni).
Es besteht auch die Möglichkeit am Anfang des ersten Halbjahres der zehnten Klasse gehen, also bevor die Argentinier*innen nach Deutschland kommen. Oder man entscheidet sich in den Sommerferien zu reisen und die übrigen sechs Wochen vorne dranzuhängen. Man kann auch die Aufenthaltszeit in Argentinien verkürzen, nur verlängern kann man nicht aufgrund Ein- und Ausreisebedingungen, das heißt 90 Tage sind das Maximum.

Dieser Teil der Reise ist für die deutschen Schüler*innen meist der aufregendste, denn sie erlernen und verbessern die spanische Sprache, wobei man sich hier zu Anfang nicht entmutigen lassen darf, auf Grund des dortigen ungewöhnliche Dialekts. Sie erhalten zudem die Möglichkeit einen komplett neuen Kulturkreis kennenzulernen, ebenso wie neue Menschen. Besonders die Option neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln ist die Reise wert, sei es in Hinblick auf die Lebenseinstellung der Argentinier*innen oder das fast selbstständige Leben in Buenos Aires.
Untergebracht sind die Schüler*innen, für die Zeit, bei den Familien der/ des Austauschpartnerin/ Austauschpartners, von denen man meist schnell ins Herz geschlossen wird.
Die Schule fällt auf Grund der Bilingualität und der Anwesenheit von deutschen Lehrern*innen nicht schwer und manchmal fühlt es sich auch recht deutsch an.

Für die deutschen Austauschschüler wird eine wöchentliche Exkursion, sowie mehrfach wöchentlich Spanischunterricht angeboten. Die deutschen Schüler*innen erstellen sich ihren individuellen Stundenplan und können den Unterricht der zehnten, elften und zwölften Klassen besuchen. (Wenn noch nicht so viele deutsche Schüler*innen in Argentinien sind (September-März), dann fällt das Angebot schmaler aus.) Der Spanischunterricht unterteilt sich normalerweise in zwei Teile: Ein paar Stunden werden von Muttersprachlern unterrichtet, die auch exzellente Deutschkenntnisse haben und die anderen Stunden von deutschen Studierenden, die ihre Praktikumszeit absolvieren. Die Exkursionen sind das Highlight des Schulbesuchs, denn man entdeckt gemeinsam mit den anderen deutschen Schüler*innen und den deutschen Studierenden, sowie einem Ex-Pestalozzischüler jede Woche einen anderen Stadtteil von Buenos Aires und unternimmt zum Beispiel auch Bootstouren.
Mit etwas Glück gibt es Ferien in der Zeit, wo man in Argentinien ist und die Gastfamilie fährt in den Urlaub. Das sind auch sehr schöne Erfahrungen, vor allem, wenn es nach Iguazú zu den Wasserfällen fährt oder an die Küste Argentiniens. Besonders die Reise zu den Wasserfällen ist sehr zu empfehlen.

Alles in Allem ist das Austauschprogramm mit Argentinien mehr als empfehlenswert und einer von vielen Austauschmöglichkeiten für unsere Schule Es bietet Schüler*innen eine großartige Abwechslung zum sonstigen Schulalltag und fördert die spanische Sprache besonders stark. Man sammelt viele neue Eindrücke von anderen Kulturkreisen und natürlich ungemein viele Lebenserfahrungen, die man vielleicht erst später oder auch gar nicht in dieser Form gesammelt hätte.

Die Kosten für den Austausch sind im Vergleich zu anderen Angeboten niedrig, da nur die Kosten für den Flug (1000-1500€), Taschengeld, sowie anfallende Kosten für den Austauschschüler in Deutschland (bspw. Urlaub) zu tragen sind.

Meine Tipps für einen gelungen Austausch
Vor dem Austausch/ in Deutschland:
Anfangs werden euch sehr viele argentinische Schüler*innen mit ihren Steckbriefen anschreiben. Alle möchten eine/-n deutsche/-n Austauschpartner*in haben, denn ohne können sie an dem Austausch nicht teilnehmen und letzterer gehört quasi zum Unterrichtsprogramm. Lasst euch nicht stressen, sondern sucht lieber jemanden, mit dem ihr euch den Austausch vorstellen könnt (ihr werdet ein halbes Jahr miteinander verbringen!). Wenn alles passt, dann fragt unbedingt nach den Vertragspapieren, denn es müssen gewisse Papiere ausgefüllt und unterschrieben werden. Bevor das nicht passiert ist, ist der Austausch mit dem/ der „ausgesuchten“ agrentinischen Schüler*in nicht sicher.
Versuche deine Gastfamilie vorher ein bisschen kennenzulernen via Skype beispielsweise. Vielleicht spricht einer von deinen Gasteltern auch ein bisschen Deutsch oder dein/-e Austauschschüler*in kann ein bisschen übersetzen, denn deren Deutschkenntnisse sind meist besser als unsere Spanischkenntnisse.
Auch die Zeit in Deutschland mit Austauschüler*in gehört mit zum Austausch. Macht so viel wie möglich zusammen, aber lasst euch auch Freiräume. Die meisten Argentinier*innen wollen sich auch viel mit ihren Freunden treffen. Vor allem in Berlin werden einige der Freunde sein. Sag unbedingt ja, wenn du gefragt wirst auf ein Treffen mitzukommen. (Und ganz nebenbei: nicht über die Kaufgewohnheiten wundern. Hier ist alles so viel günstiger als in Argentinien vor allem jetzt mit der großen Inflation.)

Buenos Aires/ Argentinien:
• In Buenos Aires wird ein Dialekt gesprochen. Man wird sich reinhören müssen, aber versucht gar nicht erst dagegen anzukommen, sondern lass Dich drauf ein.
• Für den Fall, dass Deine Gasteltern oder ein Teil Deutsch sprechen kann, dann ist das für die erste Woche zwar ganz schön, aber sollte es Dich stören, dass ihr fast nur Deutsch redet, dann sag das unbedingt, denn Du bist auch in Argentinien, um die Sprache zu lernen.
• Wenn man die Sprache in Buenos Aires wirklich besser lernen möchte, dann sollte man so viel reden, wie möglich und an den Spanischunterrichten teilnehmen. Ich denke, wenn man sich auch bisschen anstrengt, sich dafür interessiert und Sprachen einem auch ein wenig liegen, dann kann man im Abitur auch Spanisch Leistungskurs nehmen.

• Wenn Dich die Kultur interessiert, dann nimm Tangounterricht. Es gibt auch kostenlose Angebote.
• Wenn Dir Mate angeboten wird, dann auf unbedingt kosten. Die Argentinier verstehen es auch, wenn es einem nicht schmeckt, aber nicht, wenn Du nicht gekostet hast.

• Die medialunas sind bei dem Bäcker an der Ecke bei der Schule am besten. Generell gibt es bei vielen Bäckern eine große Auswahl an sogenannten facturas. Einfach mal durchprobieren.
• Mittagessen kann man gut bei Crunchies.


Fabienne Wilke & Helena Voigtländer (Reisezeit: März-Juni 2018)

 

 

Pro Schuljahr kann für ein bis zwei SchülerInnen unserer Schule ein Argentinien - Austausch verwirklicht werden.
Dieser Austausch wird zu Beginn der 11. oder am Ende der 10. Klasse (nach MSA)  durchgeführt, wobei die Schüler für drei Monate ein vollkommen neues Land lieben lernen.
Der verpasste Unterrichtsstoff muss selbstständig nachgeholt werden, was jedoch schaffbar ist, da es sich in einigen Fächern teilweise um Vertiefungen des Stoffs vergangener Schuljahre handelt.

Der Austausch wird an unserer Schule seit drei Jahren durchgeführt, wobei David Wende, damals Schüler der 11. Klasse, den Anfang wagte und für drei Monate das Colegio - Pestalozzi in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires besuchte.
Das Colegio - Pestalozzi ist eine deutsch - argentinische Privatschule im Stadtteil Belgrano und für seinen guten Ruf bekannt.
Die argentinischen Schüler erhalten hier z. B. Biologie- und Geschichtsunterricht auf deutsch und erlangen nach zwölf Schuljahren ein bilinguales Abitur. Durch die sehr guten Deutschkenntnisse der Argentinier dieser Schule ist es für die deutschen Austauschschüler auch anfangs sehr einfach, mit den Schülern in Kontakt zu treten, was zudem sehr durch die offene und lebensfrohe Art der Argentinier erleichtert wird.
Aber nicht nur vom argentinischen Temperament werden die Schüler beeindruckt werden, sondern auch von einer völlig neuen Lebensweise und der argentinischen Küche.
Ein anderer Höhepunkt ist für die Gäste aus Deutschland die Klassenfahrt in die Provinz Neuquén. Nach einer 24 - stündigen Fahrt durch wunderschöne argentinische Landschaften werden die Schüler eine Woche in den Voranden an der Grenze zu Chile zelten und durch Wanderungen und originelle Spiele in der Natur die wundervolle Landschaft Patagoniens erleben.

Sehr angetan sind die deutschen Austauschschüler auch immer von ihrem dreimonatigen Wohnsitz Buenos Aires. In Erinnerung blieben oft die kleinen, attraktiven Gassen La Bocas, des Hafenviertels der Stadt, in welchem einst aus den Sehnsüchten und Nöten der Immigranten der Tango geboren wurde.
Auch die Ferias (Märkte, auf denen Kunsthandwerk verkauft wird), die großen Avenidas und das typisch argentinische Asado (eine Grillmahlzeit) bleiben in Erinnerung.
Nach den drei Monaten kehren die Schüler mit neuen Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen zurück. Im Anschluss findet von Dezember bis März der Gegenaustausch statt, wobei die argentinischen Schüler ebenfalls in der Famillie ihres Austauschpartners leben, neue Erfahrungen sammeln und die deutsche Sprache besser erlernen wollen.

Die Kosten für den Austausch sind im Vergleich zu anderen Angeboten niedrig, da nur die Kosten für den Flug, Taschengeld, sowie anfallende Kosten für den Austauschschüler in Deutschland zu tragen sind.

Judith Unglaub


Liebe Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse,

wenn ihr an einem Austausch mit einem argentinischen Schüler interessiert seid, wendet euch bitte an mich.
Ich stehe mit der Schulleiterin der Pestalozzi-Schule in Kontakt und kann eure Fragen zum Aufenthalt in Buenos Aires beantworten.
Außerdem könnt ihr von mir das Anmeldeformular und andere Unterlagen erhalten.
Wer mehr über die Pestalozzi-Schule erfahren möchte, kann auch deren Homepage http://www.pestalozzi.edu.ar/de/ einsehen.

Frau Anders (Fachbereichsleiterin Fremdsprachen).

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